KV – gesetzlich oder privat

By at 27 Januar, 2011, 7:40 pm

Es wird immer wieder kontrovers diskutiert. Auf nur wenigen Gebieten gehen die Meinungen so sehr auseinander wie bei der Frage, ob die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) oder die Private Krankenversicherung (PKV) das bessere Modell ist. Eine pauschale Antwort kann man nicht geben, dafür ist das Thema zu komplex. Dennoch gibt es einige Punkte, die für die PKV sprechen.
Ein großer Vorteil der PKV ist zweifellos die Tatsache, dass man beim Arzt oder im Krankenhaus bevorzugt behandelt wird. Mögen es die Kritiker auch als Märchen abtun, die Wartezeiten von Patienten in den Wartezimmern sind kürzer als die von GKV-Versicherten. Der Grund liegt auf der Hand: Die Ärzte können in aller Regel höhere Abrechnungen schreiben als für gesetzlich Versicherte.
Doch neben diesem angenehmen Begleiteffekt gibt es auch im Leistungsbereich gravierende Unterschiede.

In der PKV kann der Kunde frei wählen, auf welche Leistungen er gesteigerten Wert legt und diese dann einschließen. Die Tarifvielfalt in der PKV ist groß, sodass vom Preisbewussten bis zum Luxus-Fan alles versicherbar ist. Die Leistungen der GKV sind dagegen durch den Gesetzgeber vorgeschrieben, Spielraum gibt es kaum. Die größten Vorteile der PKV erfährt man, wenn man tatsächlich einmal ins Krankenhaus muss. Die Behandlung durch den Chefarzt und die Belegung eines Ein- oder Zweibettzimmers tragen in jedem Fall dazu bei, dass man schneller wieder gesund wird. Selbstverständlich ist diese bevorzugte Behandlungjedoch nicht. Wer sich für einen Tarif entschieden hat, der möglichst kostengünstig ist, kann unter Umständen im Krankenhaus ebenso behandelt werden wie der Kassenpatient.
Der Weg in die PKV ist nicht jedem offen. Nur Angestellte, die über der sogenannten Versicherungspflichtgrenze liegen, haben überhaupt die Wahlfreiheit. Selbstständige können grundsätzlich die PKV wählen. Hier gilt es jedoch, darauf zu achten, wann man sich für den Schritt entscheidet. Der Beitrag wird am Eintrittsalter bemessen. Ist das zu hoch, lohnt es sich oft nicht, mehr in die PKV zu wechseln.

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Umfragen haben gezeigt, dass für denjenigen, der die Möglichkeit hat, in die private KK einzutreten, es in der Regel sicher die bessere Wahl. Das Versichertenprofil in der privaten Krankenversicherung entspricht einem Bundesbürger, der im Durchschnitt deutlich weniger Leistungen in Anspruch nimmt. Daher sind die Kosten üblicherweise geringer. Allerdings gibt es auch innerhalb der verschiedenen privaten Krankenversicherungen Unterschiede. Die meisten haben sich auf ein oder mehrere bestimmte Kundengruppen spezialisiert, denen sie besonders attraktive Angebote machen können. Daher bietet es sich an, von Zeit zu Zeit zu schauen, ob nicht bei einer anderen privaten Krankenvollversicherung ein besseres Angebot vorliegt. Weniger Beitrag zu zahlen muss nicht bedeuten, dass weniger Leistungen zur Verfügung stehen. Es kann innerhalb des recht komplexen Marktes vielmehr eine ziemlich individuelle Auswahl getroffen werden bezüglich der gewünschten Leistungen, um so ein Paket zu erhalten, dass günstig auf den Einzelfall zugeschnitten ist. Ein Beitragsrechner kann weiterhin bei der Auswahl helfen, wie zum Beispiel auf http://www.private-kk.de.

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